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Mit Charme, Stil und Komfort durch den Sommer

Die Lifestyle-Kolumne von Joe Laschet: sommerliche Dos and Don’ts, die jeder Mann kennen sollte.

Joe Laschet

Joe Laschet im hellen Sommeranzug vor einer historischen Holztür

Der Sommer in Aachen hat seinen ganz eigenen Charme. Zwischen Spaziergängen im Aachener Wald, einem Espresso am Katschhof, den Reitturnieren in der Soers oder einem Abend im Frankenberger Viertel zeigt sich die Kaiserstadt von ihrer schönsten Seite: Die Menschen sitzen draußen, genießen das Leben und mit den Temperaturen steigt auch die Herausforderung, sich stilvoll und gleichzeitig angenehm zu kleiden. Denn gerade im Sommer sehe ich immer wieder Modefehler, die nicht nur unvorteilhaft aussehen, sondern bei Hitze auch maximal unkomfortabel sind. Hier kommen deshalb einige sommerliche Dos and Don’ts, die jeder Mann kennen sollte.

Braune Wildleder-Bootsschuhe, barfuß getragen zu heller Sommerhose

Beginnen wir mit einem Klassiker: Lederschuhe ohne sichtbare Socken. Das kann hervorragend aussehen – allerdings nur, wenn man es richtig macht. Wer Loafer, Bootsschuhe oder Monk Straps barfuß tragen möchte, sollte unbedingt auf transparente Füßlinge setzen. Sie verhindern direkte Reibung zwischen Leder und Haut, sorgen für mehr Komfort und lassen den Schuh deutlich eleganter wirken. Ein wichtiger Unterschied: Während Loafer und Bootsschuhe problemlos ohne sichtbare Strümpfe funktionieren, gehören klassische Oxfords oder Derby-Schuhe weiterhin mit richtigen Socken getragen. Manche Traditionen haben ihren Sinn.

Ein weiteres Sommerthema: bügelfreie Hemden. Sie wirken praktisch, sind aber bei hohen Temperaturen oft eine kleine Katastrophe. Der knitterfreie Effekt entsteht durch chemische Harze, mit denen die Baumwolle behandelt wird. Das Ergebnis: weniger Atmungsaktivität und deutlich mehr Schwitzen. Was im Winter noch funktioniert, wird im Hochsommer schnell unangenehm. Deutlich angenehmer sind leichte Baumwoll- oder Leinenhemden. Und ja: Ein gutes Leinenhemd darf knittern. Das gehört nicht nur dazu, sondern macht den Look oft sogar entspannter und stilvoller.

Kommen wir zur kurzen Hose. Bitte: Sie endet oberhalb des Knies. Immer. Sobald Shorts über die Kniescheibe hinausgehen oder in Richtung Cargo- oder Caprihose abdriften, wird es schwierig. Der Look wirkt schnell unfreiwillig jugendlich – oder wie ein Tourist auf Safari. Eine gut geschnittene kurze Hose mit etwas kürzerem Saum wirkt dagegen sportlich, modern und erwachsen.

Joe Laschet im dunkelblauen Sommeranzug mit Loafern auf einer Steinbank

Apropos erwachsen: Männer über 30 sollten die Kombination aus Shorts und einfachem T-Shirt mit Vorsicht genießen. Das Problem dabei ist weniger das einzelne Kleidungsstück, sondern die Gesamtwirkung. Schnell entsteht optisch der Eindruck eines Schuljungen, nur mit älterem Gesicht. Deutlich stilvoller wirken stattdessen ein leichtes Hemd mit offenem Kragen, ein Stehkragenhemd oder ein hochwertiges Poloshirt. Das bleibt lässig, sieht aber deutlich souveräner aus.

Und noch ein letzter Punkt, über den man diskutieren kann: schwarze Kleidung im Sommer. Schwarz wirkt zwar auf viele zunächst elegant, ist bei Hitze aber selten eine gute Idee. Die Farbe absorbiert Wärme, wirkt oft hart und passt eher in die Welt von Rockstars, Gothics oder sehr modebewussten Minimalisten. Ich persönlich besitze bis heute kaum schwarze Kleidung. Deutlich vielseitiger und sommerlicher sind Navyblau, Taupe, Beige oder Dunkelgrau; klassische Farben, die entspannter wirken und trotzdem stilvoll bleiben.

Stil bedeutet gerade im Sommer nicht, möglichst viel zu tragen oder Trends hinterherzulaufen. Stil bedeutet, sich passend zur Jahreszeit, zum Anlass und zum eigenen Alter zu kleiden – und dabei nie so auszusehen, als hätte man sich zu viel Mühe gegeben. Genau das macht am Ende wahre Eleganz aus.

Ihr Joe Laschet