| Galerie vorn und oben – in Eupen-Kettenis

Die neue Ausstellung: „Goodbye-Boys“ (Malerei & Mixed Media) mit Leendert Vooijce (aus Amsterdam) und Lars den Hertog (aus Maastricht)
Es spricht: Marlo Saalmink, Autor und Kurator aus Maastricht
Es spielt: Martin Heinen – ausgewählte Vinyl-Perlen mit und als „SONGSUMANDIEWANDZUHÄNGEN“
Vernissage: Samstag, 20. September, 19.30 Uhr

Eupen/Euregio.- Benjamin Fleig lädt am Samstag, 20.September, ab 19.30 Uhr, in seine Galerie vorn und oben in Eupen-Kettenis (Katharinenweg 15a) zur Eröffnung der Ausstellung „Goodbye-Boys“ (Malerei & Mixed Media) mit den beiden Künstlern Leendert Vooijce und Lars den Hertog (LDH) ein.

Vooijce, interdisziplinärer Künstler aus Amsterdam, und der Maastrichter  Maler, Dichter und Performer Den Hertog hinterfragen in ihren Werken das Konstrukt „Männlichkeit“. In der Doppelausstellung der ostbelgischen Galerie im Ketteniser Fabrik-Loft präsentieren beide ihre Werke zum ersten Mal gemeinsam und verweisen auf den Abschied von unreifer Männlichkeit. Malerisch fordert LDH eine Neubewertung von Geschlecht. Ebenso wie Vooijce, der das eigene Leben und den eigenen Körper als Material verwendet. Ihre künstlerischen Betrachtungen innerhalb der dialogischen Galerie-Ausstellung sind hart und distanziert, doch niemals klagend.

Leendert Vooijce
Leendert Vooijce

Leendert Vooijce

Der interdisziplinäre Künstler, Performer und Autor Leendert Vooijce stellt das, was wir als Realität und Wahrheit annehmen, auf spielerische Weise auf den Kopf, um Platz für eine alternative Denk- und Lebensweise zu schaffen. Nicht als Ablenkung, sondern um zum Kern des Menschseins vorzudringen. Leendert arbeitet radikal autobiografisch. Ausgehend von einem performativen Ansatz entstehen Werke gleichzeitig in Text, Video, Performance, Installation und/oder Poesie. Diese Formen sind keine eigenständigen Elemente, sondern Teile eines korrespondierenden Konzeptes.

Mit präziser sprachlicher Sensibilität und einer originellen Individualität in Form, Ästhetik, Rhythmus und Vision von Schönheit bewegt sich Leendert außerhalb der Grenzen eines bestimmten Mediums oder einer bestimmten Disziplin und kreiert seinen eigenen Weg innerhalb des Kunstfeldes. Leendert formuliert mit seiner Arbeit keine Antwort oder Lösung, sondern eine Störung dessen, was die Gesellschaft als Realität annimmt.

Lars den Hertog
Lars den Hertog

Lars den Hertog

Lars den Hertog ist Maler, Dichter und Performer. Seine Gedichte und Performances sind Erweiterungen seiner Malerei, wodurch die Malerei zum Kern seiner künstlerischen Praxis wird. Lars den Hertog schafft Gemälde in einer dekadenten Tradition, in der Männer als komplexe Menschen wahrgenommen werden können und nutzt sich selbst als Modell in seiner Arbeit.

Leendert, der 1996 in Maastricht geboren wurde und seinen Master an der Maastrichter „Akademie für Bildende Kunst und Design“ gemacht hat, erklärt dazu:  „Meine Poesie und Performances sind Erweiterungen meiner Malerei und machen diese zum Herzstück meiner künstlerischen Praxis. Durch meine Arbeit hinterfrage und spiegele ich mich als weißer europäischer Cis-Mann in einer zeitgenössischen westlichen Gesellschaft. Während die Position und Definition von Geschlecht überdacht wird, muss das Verständnis des Mannes als Geschlecht hinterfragt und verändert werden, um eine gerechtere, inklusivere und sozial kohärentere Gesellschaft zu schaffen.“

 

Martin Heinen: vinylistische SONGSUMANDIEWANDZUHÄNGEN

Martin Heinen
Martin Heinen

Der musikalische Beitrag zur Vernissage kommt diesmal vom Aachener Martin Heinen, der unter dem Titel „SONGSUMANDIEWANDZUHÄNGEN“ seltene, oftmals auch progressive und wegweisende Vinyl-Perlen aus seiner Schallplatten-Sammlung auflegt, auszugweise diese auch erläutert und Pop-geschichtlich einordnet.

Im Mittelpunkt steht dabei das musikalische Schaltjahr 1980 und die zentrale Bedeutung der beiden Brüsseler Labels „Les disques du crepescule“ und „Cramned Discs“, die etwa neben den bekannten britischen „Underground“-Plattenfirmen dieser Zeit ein bedeutendes Sammelbecken für die europäische und auch US-amerikanische Pop-Avantgarde darstellten und so entscheidende Impulse zu den Genres Weltmusik, Afro-Beats, Post-Punk/Wave, Electric Swing/Latin, Minimal-Wave, Wave-/Neo-Classic, French Pop u.a. lieferten. Eben vorausklingend – u.a. mit Tuxedomoon/Blaine Reininger/Winston Tong, Isabelle Antena, The Honeymoon Killers, Minimal Compact, Wim Mertens, Luc van Acker, Anna Domino, Hector Zazou, Alan Rankine und Manu Dibango.

Anschließend dreht es sich in Richtung Italo-Disco – mit innovativen Songs und Samples, die die Basis für die nächsten Meilensteine in der elektronischen Musik setzten. Abschließend geht es u.a. mit DK Koze und Sofia Kourtesis zur elektrifizierten Endlosrille.  

Vernissage: Samstag, 20. September, ab 19.30 Uhr

Ort: Benjamin Fleig, Galerie vorn und oben, Katharinenweg 15a, B-4701 Eupen-Kettenis, Tel.: +32-(0)87-480218, E-Mail: [email protected], Web: www.vornundoben.be

Ausstellung Goodbye Boys